Symptomaufstellung

Körperlichen und seelischen Beschwerden eine „Stimme“ geben

Die Symptomaufstellung (Aufstellung der Beschwerden) kurz erklärt:

Die Symptomaufstellung zählt zur der sogenannten systemischen Aufstellungsarbeit. Die bekannteste Form der systemischen Aufstellungsarbeit ist das sogenannte Familienstellen durch den Begründer Bert Hellinger und die Organsprachetherapie durch Horst Krohne. Beim Familienstellen können zwischenmenschliche Themen mit einer bestimmten Technik betrachtet werden. Dies geschieht durch ein sich Hineinversetzen in die andere Person, was einem persönlich völlig neue Perspektiven im Umgang mit dem Mitmenschen eröffnen kann. Aufstellung heißt es deswegen, weil man sich und auch die betreffenden Personen entweder durch Statisten oder sogenannte „Bodenanker“ (Gegenstände welche stellvertretend für eine Person auf den Boden gelegt werden) in einen Raum stellt (aufstellt). Oft werden einem dann die Hintergründe, warum etwas so ist wie es sich im Leben darstellt, viel schneller klar als durch bloßes reden.

Durch die intensive Arbeit mit meinen Patienten wurde mir klar, daß es für viele Menschen wichtig ist, ihre gesundheitlichen Beschwerden ebenfalls betrachten zu wollen. So ist die Symptomaufstellung entstanden und meine Patienten stellen ihre gegenwärtigen körperlichen und seelischen Probleme auf und betrachten diese ausführlich. Andere Personen können gedanklich mit in diese Arbeit hereingenommen werden, sofern dies wichtig ist.
In der Aufstellungsarbeit verleihen sie ihren Beschwerden sozusagen eine Stimme, indem Sie sich gedanklich ganz in das Beschwerdebild hineinbegeben. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich z.B. um Kopfschmerzen oder Ängste oder Nierensteine handelt. Jedem Thema kann man Raum geben um sich zu äußern. Das Ergebnis aus der intensiven Betrachtung des Problems, sollte eine helfende Erkenntnis sein, welche eine Veränderung im Leben herbeiführt. Auch für die zu Grunde liegenden Krankheitsursachen sollte sich ein tiefes Verständnis einstellen.

Die Möglichkeiten der Aufstellungsvarianten ist hier unerschöpflich. Für die Symptomaufstellung kann auf zusätzliche „Statisten“ verzichtet werden, da der Patient allem selbst eine Stimme gibt.